Tafelspitz und Meerrettichsoße - Kochen mit Anja


Hallo meine Lieben,

mein Urlaub war sooo erholsam! Endlich hatte ich Zeit für all die Dinge, die in den letzten Wochen ein wenig zu kurz gekommen waren. Eines meiner Highlights war das gemeinsame Kochen mit meiner Freundin Anja. Anja und ich kochen beide leidenschaftlich gerne. Mehrmals im Jahr treffen wir uns, um gemeinsam für unsere Familien ein kleines Menü zuzubereiten. Das hat so etwas familiär Heimeliges - einfach schön!!! Für unser Neujahrsessen hatten wir uns ein ganz traditionelles, bodenständiges Gericht ausgesucht: Tafelspitz nach einem Rezept von Anjas Mum...

Auch unsere Männer genießen die kleinen Kochevents und unterstützen uns total dabei. Sie arbeiten zuverlässig die längsten Einkaufslisten ab und sorgen jedes Mal für die perfekte Getränkeauswahl. Wir Frauen stehen dann am Herd (Hihiii, Klischee lässt grüßen ;) !!!)

Ich muss zugeben, dass ich Tafelspitz noch nie selbst zubereitet hatte, aber von meiner Oma kenne. Bei Familienfesten gab es dazu dann auch Meerrettich- oder Dillsoße und Bratkartoffeln. Ulkig, bei jeder von uns kamen während des Kochens alte Kindheitserinnerungen hoch. Wie Anjas Oma in einer winzigen Küche für mehr als zwanzig Personen kochte oder meine Oma akribisch ihre Pfefferkörnchen abzählte...

Ich glaube, es gibt kaum etwas Wichtigeres und auch nichts Schöneres, als Zeit mit guten Freunden zu verbringen. Und gemeinsames Kochen macht solchen Spaß! Da wird geschnippelt, getestet, abgeschmeckt, gekichert und geschnattert. Und am Ende gibt es immer etwas Leckeres.

Unsere Vorspeise war eine Schwäbische Flädlessuppe. Wenn man die Pfannkuchen noch warm aufrollt und dann abkühlen lässt, lassen sie sich ganz leicht in feine, gleichmäßige Flädle schneiden. Sahra gab uns noch den ein oder anderen Profi-Tipp: Man erwärmt die Flädle nie in der Suppe (da würden sie weich werden), sondern gibt sie in vorgewärmte Schalen und füllt diese dann mit heißer Brühe. Prima, da hatte ich "Nichtschwäbin" auch wieder etwas gelernt!

Nach der Vorspeise war die Meerrettichsoße dran. Puuuh, der frische Meerrettich war so was von scharf! Beim Reiben kullerten die Tränen und wir holten uns männliche Unterstützung.


Es war richtig was los in Anjas schöner Küche. Nur Mozart ♥♥♥, unser aller Liebling, war ein wenig geknickt, weil er nicht zu uns in die Küche durfte. Hach, dieser Hundeblick - zum Dahinschmelzen, oder?

"Und jetzt trinken die auch noch Kaffee und keiiiiner spielt mit mir!!!" Kurze Zeit später war Mozarts kleine Hundewelt aber wieder voll in Ordnung.


Und nun zu Anjas Tafelspitzrezept...





 Tafelspitz mit Meerrettichsoße

Zutaten:

2 kg Tafelspitz
Suppen- oder besser Markknochen
ca. 3 Liter Wasser
2 TL Salz
2 Lorbeerblätter
Muskatnuss
2 EL Pfefferkörner 
2 Tomaten
300 g Möhren
300 g Sellerie, evtl. etwas Selleriekraut
400 g Lauch
2 Zweige Liebstöckel 
2 große Zwiebeln
(evtl. etwas gekörnte Bio-Gemüsebrühe)

60 g Butter
50 g Mehl
750 ml Brühe vom Tafelspitz
240 g Sahne
40 g frisch geriebenen Meerrettich 
etwa 2 TL Zitronensaft
Salz, Muskat, Pfeffer 
eine Prise Zucker

Schnittlauch zum Garnieren
kleine Kartoffeln (Drillinge)
evtl. Preiselbeerkompott




Zubereitung:

Die Knochen in einem Topf mit kaltem Wasser ansetzen. Möhren, Sellerie und Lauch in große Stücke schneiden und mit den Tomaten, Liebstöckel, evtl. Selleriegrün, Lorbeerblättern, Muskat, Pfeffer und Salz zu den Knochen geben. Die Zwiebel ungeschält halbieren, die Schnittstellen in einer Pfanne kräftig anrösten und dann auch in den Topf geben. Die Brühe aufkochen. Das Fleisch in die kochende Brühe geben und mind. zwei Stunden leicht köcheln lassen, bis der Tafelspitz schön gar ist. Dazwischen die Brühe immer wieder mit der Schaumkelle abschäumen. 
Das Fleisch aus der Brühe nehmen, und zugedeckt etwa 10 Minuten ruhen lassen. Die Brühe durch ein Sieb oder ein Passiertuch geben, dabei 750 ml Brühe für die Meerrettichsoße abmessen (die restliche Brühe kann mit dem Gemüse als Süppchen gegessen werden). 

Während das Fleisch ruht, bereitet man die Meerrettichsoße zu. Dafür die Butter in einem Topf zerlassen und das Mehl unter kräftigem Rühren zufügen. So lange erhitzen, bis die Mehlschwitze eine hellgelbe Farbe angenommen hat. Dann die Tafelspitzbrühe und Sahne zugeben. Tüchtig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Die Soße etwa 5 Minuten leicht köcheln lassen, bis sie schön sämig ist. Dann den frisch geriebenen Meerrettich unterrühren. Mit Salz, Muskat, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken.


Zu dem feinen Rindfleisch gab es kleine Kartöffelchen, ganz unkompliziert mit Schale gekocht. Das passt wunderbar zu der aromatischen Meerrettichsoße!
Ach jaaa, nicht, dass ich das noch vergesse: Alex liebt den Tafelspitz mit einem tüchtigen Klacks Preiselbeerkompott. Wir hatten das natürlich auch getestet - superlecker! Probiert es unbedingt mal aus. Die leichte Süße ist ein herrlicher Kontrast und gibt dem Ganzen wirklich den letzten Kick.


Das war's auch schon von unserem fröhlichen Koch-Treff. 
Schön war's mit Euch ♥♥♥!!!


Wie schnell doch die Ferien immer vorüber gehen!

Ich bin dankbar, dass ich gut erholt in den Alltag starten konnte, offen und neugierig, was die nächsten Wochen so bringen werden...

Hoffentlich ein wenig Sonnenschein und Licht - das fehlt mir ein bisschen.

Und nun wünsche ich Euch eine beschwingte Restwoche und drück Euch mal feste ♥♥♥!!!

Herzliche Grüße von
Regina











Kommentare

  1. Liebe Regina,
    hmmmm, ein feines Gericht, das ich schon immer gerne mag! Schon meine Oma hat es gern gekocht, mit Meerettich aus dem Garten, oh, der hatte es in sich!
    Danke für die herrlichen Bilder!
    Hab noch einen schönen TAg!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  2. Bin ja mit KuK -Küche groß gezogen worden, aber gekochtes Fleisch mag ich bis heute nicht, aber den Kren. Daran habe ich mich im Dezember in Nürnberg erinnert, als ich dort so vorzüglichen gekostet habe.
    Eure Koch - Sause sieht allerdings auf den Fotos sehr ansprechend aus.
    LG
    Astrid

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  3. wieder ein schöner Post von Dir, liebe Regina, danke schön

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  4. Liebe Regina,

    Tafelspitz in Bestform ��.
    Super der Tipp mit den Preiselbeeren, das probiere ich aus.
    Herzlichst
    Birgit

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