Aus Liebe zum Kaffee - Ein Besuch in der Privatrösterei Schubert


Hallo meine Lieben,

erst nach einer guten Tasse Kaffee am frühen Morgen erwachen meine Lebensgeister. Ich liebe die ruhige Zeit nach dem Aufstehen, wenn alles noch schläft, ich in meine Küche tapse und den Kaffeeautomaten starte. Kaffee ist purer Genuss - der Duft, der Geschmack!!! Wie wichtig dabei die Auswahl der richtigen Bohnen ist, wurde mir erst vor ein paar Tagen klar. Mein Mann und ich waren zu Gast bei Herrn Schubert, der in Winnenden eine kleine Privatrösterei betreibt. Dort durften wir uns alles anschauen und haben einiges dazugelernt. Ich hätte nie gedacht, dass Kaffee so spannend sein kann...


Winnenden ist ein hübsches, kleines Städtchen ganz in unserer Nähe.


In den schmalen Gassen gibt es viele süße Lädchen und schöne Boutiquen, in denen ich immer etwas Besonderes finde.


Noch in den Wolleladen, zum Bäcker, ins Schmuckgeschäft... Der Vorteil ist, dass alles so nah beieinander liegt, man keine weiten Wege hat. Shopping - ganz entspannt und gemütlich.


Nach dem Einkauf gönne ich mir gerne eine Kleinigkeit im "La Piazza", meinem Lieblings-Italiener am Marktbrunnen.


Besonders im Frühling, wenn man im Freien sitzen kann, ist es dort zuuu schön!!!


Auch der Besuch der Winnender Markthalle ist ein Muss!


Die Markthalle hat das Flair eines kleinen Wochenmarktes.


Gute Beratung, regionale Produkte und unschlagbare Frische - was will man mehr?


Genau hier findet ihr das Ladengeschäft der Privatrösterei Schubert. Ich habe es noch niiie geschafft an dem hübschen Café von Frau Schubert vorbeizugehen, ohne mir einen Cappuccino oder eine heiße Schokolade zu gönnen. Dafür nehme ich mir immer Zeit.


Seit Jahren hole ich bei Schuberts meine Kaffeebohnen, in der Rösterei selbst war ich jedoch noch nie gewesen. Ziemlich spontan kam ich auf die Idee, Herrn Schubert zu fragen, ob ich mir seinen Röstbetrieb anschauen dürfte.


Herr Schubert war sofort bereit, meinem Mann und mir seine kleine, private Kaffeemanufaktur zu zeigen. Supernett, oder?! Ich war sehr neugierig, was uns erwarten würde.


Herr Schubert war nach seinem Maschinenbaustudium jahrelang im technischen Vertrieb für Verpackungsmaschinen tätig. Er war auf allen Erdteilen unterwegs und kam mit vielen Kaffeeröstereien in Kontakt. Kaffee faszinierte ihn. Nachdem er eine Ausbildung zum Röstmeister absolviert hatte, erfüllte er sich einen langgehegten Traum und kaufte seinen ersten Röster, in den damals nur 5 kg passten. So entstand 2004 die Privatrösterei Schubert und eine große Leidenschaft wurde zum Beruf. 


Das Handwerk des Kaffeeröstens verlangt mit allen Sinnen zu arbeiten: Hören, sehen, riechen, schmecken. Die Erfahrung des Röstmeisters ist mindestens ebenso wichtig, wie die richtige Röstmaschine. Ich war erstaunt, wieviel Wissen und handwerkliches Können es braucht, um Kaffee in Spitzenqualität herzustellen. Nahezu jede Bohnensorte benötigt ein unterschiedliches Röstprofil, einen anderen Röstgrad.


Bei Schuberts wird alles selbstgemacht. Das geht wirklich von der Rohkaffeebewertung über Proberöstungen (mit diesen kleinen Röstern oben), Qualitätskontrollen, Verkostung bis zum Endprodukt. Im Angebot findet man Kaffeespezialiäten aus sortenreinen Arabica-Bohnen, aber auch perfekt ausgewogene Arabica-Blends (Mischungen verschiedener Kaffeesorten). Mittlerweile verkauft Herr Schubert seine mit Sorgfalt gerösteten Spitzenkaffees weltweit.


Bei Herrn Schubert spürt man die Begeisterung, mit der er seinen Beruf ausübt. Allein die geschmacklichen Beurteilungskriterien sind bei Kaffee schon eine kleine Wissenschaft für sich. Aus dem Zusammenspiel von Aroma, Säure und Körper entwickelt sich der geschmackliche Gesamteindruck, die Harmonie. 


Auch beim Rösten durften wir Herrn Schubert über die Schulter schauen. Er röstet ganz traditionell im sogenannten Langzeit-Trommelröstverfahren. Dabei werden die Bohnen etwa 13 - 18 Minuten bei einer Temperatur von ca. 180°C bis höchstens 210°C besonders schonend geröstet. Durch diese lange Röstzeit werden die Bohnen sehr langsam erhitzt, der Kaffee verliert dadurch seine belastenden Stoffe und wird wunderbar verträglich. Nur zum Vergleich: Die Großindustrie röstet Bohnen in 150 Sekunden bei einer Rösttemperatur von 350°C und mehr.


Während des Röstvorgangs werden die Bohnen im Innern des Rösters permanent bewegt, damit sie nicht verbrennen und gleichmäßig bräunen. Durch die Röstung bekommt der Kaffee sein charakteristisches Aroma und seinen Geschmack. Auch durch den Röstgrad, ob hell oder dunkel geröstet, kann der Röstmeister den Geschmack des Kaffees mitbestimmen. Durch die Hitze platzt die Kaffeefrucht im Innern wie Popcorn, die ursprüngliche Zellstruktur der Bohne verändert sich, es bilden sich u.a. Säuren und Aromaöle (ich hoffe sehr, lieber Herr Schubert, dass ich das einigermaßen richtig erklärt habe?). Erst später, beim Mahlen der Kaffeebohnen, entweichen dann die Aromaöle - diesen herrlichen Duft kennt jeder.


Der Duft direkt nach dem Rösten war allerdings auch unbeschreiblich. Er erfüllte den ganzen Raum!!! Gleich nach dem Rösten werden die Bohnen dann auf dem großen Kühlsieb mit Saugluft auf Zimmertemperatur runtergekühlt. Das ging derart schnell. Innerhalb weniger Minuten waren die Bohnen abgekühlt.
Herr Schubert gab uns noch einige gute Tipps mit auf den Weg: Sauerstoff und Licht sind der größte Feind gerösteter Bohnen. Darum Kaffee immer luftdicht und dunkel lagern.  Und niemals den Bohnenbehälter des Kaffeevollautomatens komplett füllen, die Bohnen verändern schon bei 40°C ihren Geschmack. Und den allerbesten Kaffee erhält man bei der Zubereitung mit einer Siebträgermaschine.


Viel zu schnell war der spannende Vormittag in der Kaffeemanufaktur zu Ende. Lieber Herr Schubert, ich hätte Ihnen noch ewig zuhören können! Herzlichen Dank, dass Sie sich so viel Zeit für uns genommen haben.


Falls ihr in der Nähe wohnt, könnt ihr euch jederzeit HIER oder direkt im Laden zu einer Röstvorführung mit brasilianischer Kaffeeverkostung anmelden. Der nächste Termin ist am 21.04.18 um 14 Uhr. 
Alle Kaffeeköstlichkeiten bekommt ihr auch im Online-Shop.



Selbstverständlich ließen wir diesen Vormittag auch im Café ausklingen. Es tut gut, sich in angenehmer Atmosphäre ein bisschen verwöhnen zu lassen.


Die Kaffeespezialitäten werden immer so liebevoll zubereitet - der Milchschaum auf dem Cappuccino ist jedes Mal ein kleines Kunstwerk. Zu jedem Kaffeegetränk darf man sich mit frischem Orangenwasser bedienen. Das unterstreicht den Geschmack des Kaffees.


Selbstverständlich findet man im Laden auch eine schöne Auswahl guter Teesorten, leckere Süßwaren, feines Gebäck und individuelle Geschenke.


Wenn ihr noch auf der Suche nach dem für euch passenden Kaffee seid, lasst euch unbedingt von Frau Schubert oder einer ihrer Mitarbeiterinnen beraten. So findet ihr am schnellsten eure Lieblingssorte.


Nach einem umwerfend guten Espresso gönnte ich mir auch dieses Mal meine geliebte heiße Schokolade. Mein Mann grinste nur. Dieses leicht bittere, intensive Kakaoaroma ist einfach zuuu lecker! 


Und nicht, dass ich das vergesse: Freitag und Samstag sind Tortentage (auch die natürlich selbstgemacht) im Café Schubert.


Herr Schubert war so nett, mir eine große Packung seiner neuesten Kaffeekreation zur Verfügung zu stellen. Den "La Cráneo" darf ich anlässlich meines Blog-Geburtstages in meinem nächsten Post verlosen. 

Ihnen, lieber Herr Schubert, nochmals ein herzliches Dankeschön!

Und jaaaa, es ist wirklich unglaublich: Im Februar gibt es  HAUSZEIT schon zwei Jahre! Wie schnell doch die Zeit vergeht?!

Habt eine schöne Woche, meine Besten ♥♥♥ - ich drück euch ganz feste!!!

Herzliche Grüße von
Regina









 

Kommentare

  1. Liebe Regina,
    gut, dass du einfach gefragt hast; so einfach eigentlich und so toll, was du alles vernommen hast und mit uns teilst.
    Ich mag meinen Kaffee am Morgen sehr gerne, entweder Latte Macchiato oder Cappuccino. Als Zwischenmahlzeit am Nachmittag wäre ich dann bei einer heissen Schokolade mélange (mit Rahm) auch dabei.
    Die Häuser in diesen Ort sind ja schön! Super, dass diese Fachwerkhäuser erhalten bleiben.
    Dir einen schönen Nachmittag und liebe Grüsse
    Eda

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    1. Ja, liebe Eda, Winnenden ist wirklich ein nettes Städtchen. Ich liebe Stuttgart, aber die kleinen Orte drumherum haben doch auch sehr viel Charme.
      Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend.
      Sei lieb gegrüßt von mir.
      Regina

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  2. Liebe Regina,
    danek für die herrlichen Bilder aus Winnenden und der Kaffeerösterei! Da mußte ich dran denken, als ich vor vielen, vielen Jahren die OGO -Kaffeerösterei in Bremen besuchen durfte ( leider gibt es sie heute nicht mehr )! Meine Oma hatte da früher immer unseren Kaffee bestellt ...es war ein Erlebnis, das ich nicht vergessen werden ... allein der köstliche Kaffeeduft aus der Rösterei überall ...
    ღ Ich wünsche Dir einen schönen Tag ღ
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  3. Liebe Regina,

    Du glaubst nicht wie sehr mich Dein Besuch in der Kaffeerösterei bereichert.
    Ich habe einen Walküre Porzellan Kaffeefilter nebst Kanne geschenkt bekommen.
    Da sind diese Kaffeebohnen Pflicht!
    Ich kann es kaum erwarten Zeit für einen Besuch dort zu finden.
    Herzlichen Dank
    Liebe Grüße
    Birgit

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    1. Liebe Birgit,
      das freut mich sehr! Hast du ein Glück - mit einem Porzellan-Kaffeefilter zubereiteter Kaffee ist Genuss pur. Stimmt, da braucht man schon gute Bohnen.
      Nimm doch gleich an meiner Blog-Geburtstags-Verlosung teil. Ich verlose gerade 500 g "La Cráneo" - wenn das nicht passt?!!!
      Herzlichste Grüße von
      Regina

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