In Stuttgart unterwegs




Hallo meine Lieben,

die Schwäbische Metropole liegt ganz geborgen "zwischen Wald und Reben“ im Stuttgarter Kessel. Höhenzüge und tief eingeschnittene Täler prägen die Stadt. Stuttgart ist charmant, abwechslungsreich, gemütlich. Es gibt hier sooo vieles zu entdecken: Galerien, Museen, tolle Kulturstätten und jede Menge grüner Parks. Ich bin immer wieder von der Vielfalt an Architektur und Natur in Stuttgart überrascht. Ein paar schöne Eckchen möchte ich Euch heute zeigen... .

Was man in Stuttgart nicht versäumen sollte, ist der Blick von einer der Höhen hinunter auf die Stadt. Mein liebster Ort dafür ist der Weißenburgpark beim Teehaus. 

Vom Bopser aus führt ein steiler Fußweg hinauf zum denkmalgeschützten Jugendstil-Pavillon. Im Teehaus befindet sich ein kleines Restaurant, das man für besonders stilvolle Feste auch mieten kann. Schaut Euch unbedingt einmal die Deckenmalereien an!  Hier kommt Ihr auf die Seite. Dann geht es am Biergarten vorbei noch einige Meter höher. Oben angelangt wird man von einem überwältigenden Ausblick belohnt. 

Stuttgart galt lange Zeit als provinziell, langweilig und bieder. Mir scheint, in den letzten Jahren hat sich da einiges geändert. Als ich mein Abitur machte (fragt nun bitte nicht, wann das war, es ist laaange her!), wollten wir alle möglichst weit in die Welt hinaus. Es war unvorstellbar in der Schwäbischen Heimat zu bleiben. Mittlerweile "isch Stuggi ziemlich cool". Meine Kids und viele ihrer Freunde schätzen die hohe Lebensqualität in Stuttgart, studieren hier oder kommen nach ihrem Studium gerne wieder ins Schwabenländle zurück.

Hier oben auf der Mauer zu sitzen und den Tag mit einem kleinen Mini-Picknick zu beginnen - was gibt es Schöneres?

Wir hatten die Aussichtsterrasse am Freitag für uns alleine und das Wetter war ein Traum.

Da saßen wir nun ganz gemütlich auf unserem Mäuerchen... . Hupps, beinahe hätten wir die Zeit vergessen! Wir hatten eine Verabredung zum Mittagessen mit netten Kollegen und mussten uns nun ziemlich sputen, um noch pünktlich zu sein.

Und schooon waren mein Mann und ich über den Marienplatz unterwegs in die Römerstaße... .

Das "Alimentari da Loretta" in der Römerstraße 8 ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Lorettas Mittagstisch ist mittlerweile sehr bekannt und wird von vielen geschätzt.

In unkomplizierter, fast ein wenig improvisiert wirkender Atmosphäre, wird exzellente, bodenständig toskanische Küche geboten.


Frau Petti wirbelt mit ihren Damen in der Küche, sowohl Gastraum als auch der kleine Hinterhof sind meist brechend voll. Mein Tipp: Kommt lieber gleich um halb zwölf, um noch einen Platz zu ergattern.

Die Gerichte sind immer grandios lecker! Frisch, aus guten Zutaten, ohne Chichi, aber immer perfekt zubereitet. Das Alimentari ist ein Stück Toskana mitten in Stuttgart.

Hier kommt Ihr direkt auf Lorettas Blog. 
Jeden 1. Donnerstag im Monat findet ab 19.30 Uhr "Jazzen und Schmazzen" in Lorettas Kulturgarage statt. Aus Bix oder Wagenhallen bekannte Stuttgarter Jazzer in Kombi mit Lorettas Kochkunst - absolut grandios! Auch die Lesungen "Lauschen und Löffeln" kann ich nur empfehlen (jeden 3. Montag im Monat um 19.30 Uhr).

Wenn die Temperaturen steigen und man dem Gewimmel der Stadt entfliehen möchte, bietet sich der Besuch des Waldfriedhofes an.

Mit der alten Standseilbahn, die früher augenzwinkernd "Erbschleicherexpress" genannt wurde, gelangt man von Heslach aus nach oben in den Degerlocher Wald.

Der Stuttgarter Waldfriedhof ist eine Oase der Ruhe. Viele namhafte Stuttgarter liegen hier begraben. Alte Bäume, lange Wege, wohltuende Stille.


Wenn Ihr Euch für Geschichte interessiert, lohnt es sich, eine Führung bei Andrea Welz zu buchen. Bei ihren Stadtrundgängen oder Friedhofsführungen erfährt man viel über die Geschichte der Stadt, über Stuttgarter Künstler, Schriftsteller und Berühmtheiten. Immer spannend und sehr zu empfehlen! Hier kommt Ihr direkt auf ihren tollen Blog.

Andrea Welz bietet auch "Stäffelestouren in alle Himmelsrichtungen" an. In Stuttgart geht es überall "nuff" (nach oben). Stuttgart hat ca. 300 Stäffele, Staffeln, Steilwege um ganze 350 Meter Höhenunterschied in der Stadt auszugleichen. Die Schäden des Zweiten Weltkrieges hielten sich in den Halbhöhen- und Höhenlagen Stuttgarts in Grenzen, so dass man hier wundervolle alte Villen und viele architektonische Schätze bestaunen kann.

Im Kanzleiviertel geht es von der Urbanstaße über das Eugenstäffele hoch zum Galatea-Brunnen am Eugensplatz. Die Stuttgarter lieben ihre Stäffele.

Steil geht's nach oben. Das trainiert die Waden! Puhhhh - Mädels, die hier oben wohnen, haben sicher die schönsten Beine der Welt!

Auch hier hat man wieder einen tollen Blick über die ganze Stadt. Abends mit 'nem Weinle richtig gut.

Oooder man holt sich im Pinguin ein Eis, setzt sich auf's Mäuerle und guggt den im Brunnen spielenden Kindern bissele zu. Das war wie Urlaub!!!

Mein Mann und ich ließen unseren Tag im Hüftengold in der Olgastraße ausklingen. Bei dem Wetter brauchte ich dringend eine kühle Limonade!

Das Hüftengold mag ich sehr! Egal ob Frühstück, Kaffeepäusle, Abendessen - mit dem Hüftengold liegt man immer richtig.


Leider war es mal wieder eingerüstet, so dass ich Euch kein schönes Foto von außen zeigen kann.

Vom 20. bis 22. Juli findet in diesem Jahr wieder das Bohnenviertelfest statt. In der Altstadt zwischen Charlotten- und Wilhelmsplatz bauen dann all die vielen Kneipen, Galerien und Weinstuben ihre Stände in den Gassen auf. Es macht Spass, bei sommerlichen Temperaturen durch die historischen Gässchen zu schlendern. Überall hört man Live-Musik und allerhand kulinarische Spezialitäten werden angeboten. Ein entspanntes, gemütliches Fest.  



Mein Schatz und ich waren abends ziemlich platt. Wir waren wirklich viiiel rumgewuselt und das bei diesen Temperaturen!

Demnächst werden wir in "Sachen Mops" unterwegs sein... . Davon werde ich dann auch berichten.

Vielleicht habt Ihr nun doch Lust, Euch Stuttgart einmal näher anzuschauen? Es lohnt sich wirklich.

Ich wünsche Euch ein frohes Pfingstfest! Fühlt Euch feste gedrückt, meine Besten ♥♥♥!

Herzliche Grüße von
Regina 










Kommentare

  1. Liebe Regina,
    danke für diese tolle Stadtführung....ich habe es sehr genossen und mich an deinen wundervollen Bildern erfreut! Tja....das ihr nach diesem schönen, intensiven Tag in Stuttgart platt wart, kann ich mir gut vorstellen!.....dazu noch bei der Hitze! So hatte ich es hier nun einfacher....bequemer :-) dank deiner wundervollen Post!
    Hab ein zauberhaftes Pfingstwochenende!
    Herzensgrüassli
    Yvonne

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  2. Ein ganz mediterranes Bild der Schwabenmetropole zeigst du uns!
    Ich kenne Stuttgart eigentlich nicht, war ich doch nur als Vierjährige nach dem Krieg auf Verwandtenbesuch dort. Und seit letztem Sommer stehe ich auf dem Weg nach oder von München eine Viertelstunde mit dem Zug auf dem Bahnhof herum ( und da gibt die Stadt ein sehr divergentes Bild ab ). Da ist es gut, wenn du den Blick auf die Schönheiten der Höhen und Grünanlagen usw. lenkst. ich mag deine Fotografien sehr.
    Ein schönes Pfingstwochenende!
    Astrid

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  3. Liebe Regina,
    richtig klasse, so von dir mit nach Stuttgart genommen zu werden.
    Ein genussvollen Ausflug auf so vielen Ebenen!
    Ein wunderbar gelungener Post!
    Kompliment!
    Danke, dass ich dabei sein konnte :)!!!!!

    Schöne Pfingsttage wünsche ich und schicke liebe Grüße,
    die Monika*

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  4. Hallo liebe Regina,
    jaaa, das ist Stuttgart und das Teehaus habe ich in mehrmal in den Jahren 1956 bis 1962 besucht. Damals waren noch die Amerikaner als Besatzer auf der Weißenburg und die wunderschöne Villa Weißenburg stand noch. Ein toller klassizistischer Bau des Architekten Henes für den Fabrikanten Sigelin.

    Wir sind oft dort oben gewesen und haben uns über das desolate Anwesen gewundert aber wir haben dort oben auch schön gespielt.
    Dort neben dem Teehaus war ein Schwimmbad, das dann später als Sandkasten genutzt wurde. Ich war oft da oben, denn ich hatte nicht weit zur Weißenburg. Erst 1961 ging sie in den Besitz der Stadt Stuttgart über und wurde zur Bundesgartenschaut total renoviert.
    OB Dr. Klett lies wie so viele Bauwerke die Villa abreißen, weil es nicht nicht mehr gelohnt hatte. Ein Fehler, wie dieser Bürgermeister baulich viele Fehlentscheidungen getroffen hat.

    Der Marmorsaal ist auch eine Sehenswürdigkeit, ja ich habe lange und viel mit dieser Stadt gearbeitet und es ist viel bauliches durch meine Hände gegangen. Darauf bin ich schon stolz.

    Aber ich kenne Stuttgart noch in zerstörtem Zustand und ich weiß noch heute, wie der Fernsehturm gebaut wurde, wir konnten die Baumaßnhmen damals von unserem Wintergarten unserer Wohnung verfolgen.

    Das sind Erinnerungen, die nimmt mir keiner mehr weg und ich finde es schön.

    Stuttgart ist im Moment leider nicht schön, aber es wird und wenn gebaut wird, ist es halt meist auch chaotisch.

    Es gibt so vieles von Stuttgart zu berichten und manche Persönlichkeiten sind sogar auf der anderen Seite der Welt bekannt.

    Ich werde demnächst mal etwas darüber schreiben, dazu brauche ich aber noch ein paar Bilder.

    Vielen lieben Dank für den schönen Bericht und ein Grüßle
    i ben an Stagarder Mädle ond bin in der Veronikaklinik geboren.
    Stolz bin.

    Eva

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  5. Was vergessen:

    Mein Kollege der Joachim Laich ist Stadtführer bei der Stuttgart Marketing und hat einiges drauf und macht auch Bauführungen in Stuttgart und es ist immer total interessant.

    Lieben Gruß Eva

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    1. Liebe Eva,
      wie spannend, was Du da alles zu erzählen hast!!! Ich glaube mit Dir dort oben - das hätte mir auch gefallen! Recht hast Du, Erinnerungen nimmt einem niemand.
      Ganz, ganz herzliche Grüße von einer nun ganz neugierigen
      Regina

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