Hefeglück - "Let's cook together"



Hallo meine Lieben,

bei "what ina loves" startet auch 2017 wieder ein spannendes Blogger-Projekt: Let's cook together. Wie Ihr wisst, koche und backe ich für mein Leben gerne. Momentan machen mir meine FOOD-Posts fast am meisten Spaß. Darum bin ich in diesem Jahr mit Begeisterung dabei und freue mich riesig auf all' die Themen, die Ina für uns herausgesucht hat!


Im Februar lautet das Thema: Hefeglück. Ich liebe Gebäck mit Hefe über alles! So konnte ich mich kaum entscheiden. Zuerst dachte ich an etwas Süßes... . Der Duft von Hefeteig mit Zitronenschale - hmmmm! Mögt Ihr das auch so sehr? Doch dann fiel mir das leckere Brot meines Vaters ein. Mit seinen 80 Jahren hat er doch tatsächlich angefangen, sein Brot selbst zu backen! Tja, was soll man dazu sagen? Ist das nicht grandios? Und sein Mehrkornbrot ist wirklich unglaublich gut!!!

Mein Vater hat das Rezept extra fein säuberlich aufgeschrieben, damit ich es nachbacken und heute für Euch posten kann. Daaanke Papa, Du bisch der Beste!!!

Man braucht jede Menge Zutaten für dieses Brot - also nicht erschrecken. Doch wenn man sie erstmal alle zuhause hat, lässt sich jederzeit fast nebenher ein frisches Brot backen.

Ich besorge alle Mehle und anderen Zutaten in einer kleinen Mühle bei uns im Nachbarort. Der Müller mahlt ganz frisch, packt mir alles ein und trägt dann auch noch den schweren Korb zum Auto. Supernett, oder? 

Man beginnt bei diesem Mehrkornbrot schon am Vortag mit einem sogenannten "Quellstück", das dann mindestens 8 Stunden oder besser über Nacht im Kühlschrank aufquellen muss. Die Zutaten sind ruck zuck zusammengerührt.

Am nächsten Tag ist dann Backtag. Zwischen Quellen, Ruhen, Gehen, Backen hat man so schön Zeit. Ich genieße das immer sehr. Bei guter Musik werkle ich dann in meiner Küche, zwischendurch mache ich mir eine schöne Tasse Kaffee, freue mich über einen kleinen Besuch der Nachbarin oder lese ein wenig und dann geht es weiter.







Jakobs Mehrkornbrot

Zutaten:

Für das Quellstück:
50 g Gerstengrütze
50 g grobe Haferflocken 
50 g Hirse
50 g feiner Maisgrieß
50 g Leinsamen
20 g Salz  

Für den Teig:
600 g Weizenmehl (Type 812)
110 g Roggenmehl (Type 1150)
20 g Sonnenblumenkerne
25 g frische Hefe
180 g flüssiger Sauerteig
10 g Sonnenblumenöl
125 g Magerquark  




  

Zubereitung:

Am Vortag für das Quellstück die angegebenen Zutaten in einer Schüssel mit 1/4 lauwarmem Wasser verrühren und mit Frischhaltefolie bedeckt über Nacht oder mindestens 8 Stunden im Kühlschrank quellen lassen. 
Am nächsten Tag für den Teig die angegebenen Zutaten, das Quellstück und ca. 330 ml eiskaltes Wasser in der Küchenmaschine verrühren und danach zu einem glatten Teig kneten. Evtl. noch etwas Wasser zugeben. Den Teig 2 Stunden ruhen lassen. 
Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte nochmals gut durchkneten, dann halbieren. Die Stücke zu runden Laiben formen. 
Die Laibe gut mit Mehl einstäuben und jeweils in ein Gärkörbchen legen. 45 Minuten gehen lassen, bis die Laibe ihr Volumen verdoppelt haben.
Den Backofen auf 250°C vorheizen (wenn möglich mit Backstein). Ein Blechgefäß mit 150 ml Wasser auf den Backofenboden stellen. Die Brotlaibe aus dem Gärkörbchen auf den Backstein oder ein Backblech stürzen, mit einem scharfen Messer jeweils dreimal quer einschneiden und 5 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 180°C reduzieren und die Brote in ca. 50 Minuten hellbraun backen. 
   




Mit der Garprobe kann man prüfen, ob das Brot gut durchgebacken ist: Einfach das Brot mit einem Küchentuch umgedreht in die Hand nehmen und mit den Fingern auf die Unterseite klopfen. Wenn es hohl klingt, ist das Brot durchgebacken.

Es geht doch nichts über frisch gebackenes Brot, das duftend aus dem Backofen kommt! Himmlisch!!! Am liebsten esse ich das Brot dann noch ganz leicht warm, fast pur, nur mit etwas Butter. Sooo gut!!!



Dieses Mal war mir aber nach ein wenig Kräutergeschmack. Im Kühlschrank hatte ich noch superfrischen Schnittlauch und so zauberte ich auf die Schnelle eine kleine Kräuterbutter. Butter mit ein wenig Zitronenschale (die gibt Extrafrische und Pep), Meersalz und geschrotetem Pfeffer schaumig aufschlagen, den geschnittenen Schnittlauch darunter - c'est tout.

Ich verrate Euch nun nicht, wieviele Brote ich davon verputzt habe. Backen macht eben unsagbar Appetit ;) .

Sein eigenes Brot zu backen hat etwas so Ursprüngliches. Man braucht ein wenig Zeit, aber es lohnt sich.






Für Gäste könnt Ihr aus den Zutaten auch kleinere, längliche Brotstangen backen. Fein aufgeschnittene Scheibchen davon, zusammen mit selbstgemachter Butter, als kleinen Gruß aus der Küche serviert, wäre ein netter Auftakt eines Menüs.

Nun bin ich neugierig, ob Ihr von diesem Brot auch so begeistert seid wie ich. 

Das Rezept habe ich natürlich mit "what ina loves" verlinkt. 

Ich wünsche Euch viel Freude beim Backen und Genießen.

Herzliche Grüße von
Regina











Kommentare

  1. Sehr coole Fotos...besonders gut gefallen mir die Mehlstäubfotos.
    Annette

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  2. Liebe Regina,
    toll, dass Dein Vater mit 80 noch anfängt Brot zu backen, das ist wirklich klasse. Ich habe auch schon selbst Brot gebacken, es gibt einfach kein besseres Brot. Unter uns, ich esse Brot auch fast nur mit Butter und weil ich dann immer ein wenig komisch angeschaut werde, dachte ich immer, ich bin der Einzige, der das so mag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  3. Liebe Regina,
    danke an Deinen Papa für dieses wudnerbare Brotrezept! Das liest sich schon so lecker, und Deine Bilder dazu, die sind wieder so gelungen und machen Lust, sofort loszulegen! Ich werde sicher morgen in der Mühle vorbeifahren :O)
    Jetzt hab ich Hunger auf eine Scheibe frisches, noch leicht warmes Brot mit guter Butter ...hmmmmm.... ein Genuss! *lächel* Die Schnittlauchbutter sieht auhc köstlich aus :O)
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  4. Ich liiiiiieeeebe Butterbrot - dann sind wir schon zu dritt, lieber Wolfgang:)
    Und wenn dann noch selbst geknetet und frisch aus dem Ofen dazukommt, ist es nicht zu toppen.

    Ein tatkräfter Papa, ein tolles Rezept, wunderschöne Fotos und fertig ist der perfekte Post.

    Wir - also ich und meine große Tochter - backen viel Brot selber. Es ist ganz speziell, es ist ursprünglich, fast schon archaisch (mein Februarlieblingswort), es ist bodenständig und fest mit der Erde verwurzelt. Wir lieben es.

    Herzlichste Weekendgrüße und ein Drückerle
    Veronika

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  5. Liebe Regina,
    das sieht ja sowas von lecker aus! Du machst auch echt die schönsten Fotos! Ich bin immer ganz begeistert!
    Liebste Grüße Patricia

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  6. Hallo Regina,
    das ist ja toll, das dein Vater in dem Alter noch Nrot backt, klasse.
    Leider Verträge ichs ein längerem kein Hefegebäck mehr, aber es liest sich oberlecker.
    Dafür habe ich heute deinen Irish-Coffee-cake gebacken und mein Mann und ich sind
    begeister, das sind mehrere Geschmacksexplosionen hinter einander, erst hat er gefragt,
    ob da Nuss drin ist, dann schmeckte er den Whisky und dann meinte er beim letzten
    Stück, das in den Mund wanderte, hm, das war Orange?
    Ja, meinte ich dann, frisch gerieben....
    Also den wird es bald mal wieder geben.
    LG Manu und ja, wenn ihr mal wieder in Schallsingen seit, müssen wir uns sehen, ich hab
    ab März die 5 Tage tagewoche!

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  7. Mmh das sieht ja oberlecker aus liebe Regina! ♥ ich habe früher so viel Brot gebacken und jetzt irgendwie gar nicht mehr.... schade... Dein Rezept muss ich unbedingt probieren! Danke dafür!
    Liebste Grüße
    Christel

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  8. Liebe Regina,
    das ist ein Rezept ganz nach meinem Geschmack.
    Ich könnte sofort reinbeissen.
    Schön, dass du das Rezept mit uns teilst.
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht Dir
    Irmi

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  9. Nicht, dass mir der Herr K. Auf seine alten Tage auch wieder anfängt. Ich habe es nämlich gehasst, denn der ganze Abend war an einem solchen Backtag gelaufen, und wir mussten eine ganze Woche das Brot essen. Ich mag nämlich nur ganz frisches Brot.
    Als er herausbekommen hat, dass ich mir heimlich beim Biobäcker frisches gekauft habe, hat er alles hingeschmissen. Große Krise!
    Jetzt kann ich nur darüber lachen. Wie hitzig man doch in jungen Jahren ist....
    Bon week-end!
    Astrid

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  10. Liebe Regina,
    auch hier bei uns gab es eine Zeit, in der wir unsere Brote alle selbst gebacken haben...Es war die Zeit, da unser Sohn kräftig im Wachsen und immer hungrig war...Wir brauchten jeden Tag mindestens 1 großes Brot!!!
    Als dann zu Beginn des neuen Jahres die Stromrechnung kam, hat es uns fast auch den Schuhen gehauen...eine fette Nachzahlung war fällig!!!
    Wir haben damals hin und her überlegt, aber da uns unser eigenes Brot so viel besser geschmeckt hat (und wir auch alle möglichen Varianten immer wieder ausprobiert hatten) entschlossen wir uns, weiter zu backen...Allerdings etwas anders - ich maß unseren Backofen genau aus, und ging auf die Suche nach geeigneten Kasten-Backformen. Und ich fand solche, die die gesamte Fläche ausfüllten. 3 dieser Kastenformen stellten wir quer und 1 weitere längsseits. Press an Press, aber es hat wunderbar funktioniert...ein Brot wurde am gleichen Tag gegessen, das 2. am folgenden Tag und die zwei anderen hatten wir eingefroren. So war der Backofen nicht mehr täglich im Einsatz und das entlastete den Geldbeutel und auch mich, die ich nach dem Backen doch einige Zeit aufbringen musste die Küche wieder auf Vordermann zu bringen.
    Seit einigen Jahren backen wir schon kein Brot mehr...aber vielleicht ist es ja Zeit wieder damit anzufangen!
    Alles Liebe
    Heidi

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  11. Liebe Regina,
    was für ein schöner, genussvoller, farbenfroher Post.
    Mit den Blumenköpfen leuchten die Bilder und das Brot was du präsentierst und dein Brotaufstrich noch mehr und sind so einladend.
    Ich glaube da würde jeder gerne zu Gast sein und zulangen dürfen!
    Ich schicke dir ganz liebe Grüße, ein wenig Sonne
    und wünsche dir ein schönes Wochenende,
    herzlichst
    Monika*

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  12. liebe Regina,
    köstlich! Ich glaube der Duft ist bei mir angekommen!
    So ein frisches Brot ist immer gleich weg, einfach zu lecker!
    Ich habe schon lange kein Brot mehr selber gebacken, aber Hefe habe ich schon mal eingekauft.
    liebe Grüße
    Gerti

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  13. Liebe Regina,
    das ist ein Rezept ganz nach meinem Geschmack.Ich liebe Brot und noch so ein frisches mit Butter und Salz einfach lecker :) Danke für das Rezept.
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Abend.
    Ganz liebe Grüße
    Karina

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