Walnussbrot mit Apfel-Feigen-Marmelade



Hallo meine Lieben,

als mich mein Papa letzte Woche besuchte, überraschte er mich mit einem ganz tollen Geschenk: einem Brotbackstein für meinen Ofen. Einfach so. Ist das nicht lieb? Schon lange wünschte ich mir ein solches Teil - selbstgebackenes Brot wird damit einfach knuspriger. Auch für Flammkuchen, Quiches... ist so ein Brotbackstein ideal.



Gleich am nächsten Tag MUSSTE ich dann loslegen und kaufte ganz frisches Mehl bei uns in der Seemühle. In meiner Küche achte ich immer darauf, was Natur und Garten gerade so anbieten. Wir haben Unmengen von Walnüssen und die wundervollen roten Äpfel im Garten meines Vaters sind endlich reif.


So sollte es ein Walnussbrot und eine Apfel-Feigen-Marmelade geben.


Die samtigroten Äpfelchen sind der ganze Stolz meines Vaters. Es handelt es sich um die Sorte "Redlove Era", einen rotfleischigen, knackigen Dessertapfel mit süßsäuerlich "beerigem" Geschmack. Dieses Jahr hängt der Baum übervoll. Schnell hatte ich ein ganzes Körbchen geerntet.

Auch gaaanz frische Feigen waren noch im Angebot. Prima. Meine Freundin Elle macht die besten Marmeladen der Welt! Die Kombination Apfel-Feige kenne ich von ihr und finde sie unschlagbar - eine extrem köstliche Herbstmarmelade.


Als kleiner Tipp: Ich versuche IMMER echte Tahiti-Vanilleschoten zu bekommen. Sie dürfen an der Liane ausreifen und trocknen danach über Monate. Dadurch ist ihr Aroma einfach unvergleichbar.

Der "Era" behält seine traumhafte rote Farbe, er oxidiert nicht. Das ist auch beim Backen und Kochen ideal. Apfelkuchen oder Bratäpfel in PINK - soooo schön!!! 


Die Feigen waren seeehr reif, genau richtig für meine Marmelade.







Apfel-Feigen-Marmelade


Zutaten:

500 g Äpfel
500 g Feigen
500 g Gelierzucker 2 : 1
1 Tahiti-Vanilleschote
1 Stange Zimt
5 g Zitronensäure 

Zubereitung:

Äpfel entkernen, in Spalten schneiden, Feigen vierteln.
Im Mixer pürieren. Dann in einem großen, hohen Topf mit dem Gelierzucker mischen. Zimtstange und aufgeschlitzte und ausgekratzte Vanilleschote dazu. Aufkochen und unter Rühren drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Zimtstange und Vanilleschote herausnehmen und die Marmelade in Gläser füllen.




Ist das nicht ein wunderhübsches Äpfelchen? Ein Kunstwerk der Natur! Die Marmelade wird damit knallrot und schmeckt oberlecker.

 Für mein Brot hatte ich schon alles vorbereitet.

Ich habe zwar selbst auch eine Getreidemühle, aber das Mehl beim Müller fertig zu kaufen, finde ich wesentlich bequemer.


Außer dem Brotbackstein hatte mir mein Vater noch etwas mitgebracht, mit dem ich viele Kindheitserinnerungen verbinde: die uralte Backschüssel meiner Großmutter. Ich darf sie nun behalten und kann gar nicht sagen, wiiie sehr ich mich darüber freue! Trotz ihrer vielen Macken ist sie für mich etwas ganz Besonderes. Sie erinnert mich an meine Oma. Wie oft kam sie zu Besuch und brachte diese Schüssel mit, meist gefüllt mit wundervollen Kipferln und einem sauberen Leinentuch abgedeckt. Kindheitsduft!!! 
Ich hatte eine Riesenfreude, als ich meinen Brotteig in dieser alten Schüssel so toll aufgehen sah.

Im Teig waren nicht nur Walnüsse, sondern auch Sonnenblumenkerne und Pistazien. 







Walnussbrot


Zutaten:

50 g Sonnenblumenkerne
100 g gehackte Walnusskerne
50 g Pistazien
300 g Weizenmehl, Type 550
200 g Dinkelmehl, Type 630
2 TL Salz
1 Würfel Hefe
1 EL Honig
100 ml Milch, lauwarm
300 g Naturjoghurt  


Zubereitung:

Sonnenblumenkerne und Walnüsse, in einer Pfanne ohne Öl, hellbraun rösten und abkühlen lassen.
Dann mit den Pistazien, Salz und beiden Mehlsorten mischen. Die Hefe mit Honig in Milch auflösen und stehen lassen, bis sich Bläschen bilden. Die gelöste Hefe und den Joghurt zum Mehl-Nuss-Gemisch geben, alles zu einem glatten Teig kneten und 1 1/2 Stunden gehen lassen. Backstein auf ein Gitter in die Mitte des Ofens legen. Den Backofen auf 220° vorheizen. Backstein 30 Minuten aufheizen. Den Teig nochmals kräftig kneten und dann in einem Gärkörbchen ca. 30 Minuten gehen lassen. Das gegangene Brot auf den heißen Brotbackstein stürzen und 15 Minuten auf 200° anbacken. Danach Temperatur auf 180° reduzieren und das Brot in 50 - 55 Minuten fertig backen.
Den Brotbackstein im Ofen auskühlen lassen. 




Das Gärkörbchen muss sehr gut gemehlt werden, damit der Brotteig nicht anklebt. Auch den Teig bestäube ich immer gut mit Mehl, bevor er dann ins Körbchen darf.

Dann lässt sich das Ganze problemlos auf den Brotbackstein stürzen.

Was für ein Duft kam da beim Backen aus dem Ofen!!! Am liebsten hätten wir das Brot gleich angeschnitten... . Es war immer noch leicht warm, als wir die ersten Scheiben kosteten... . Hmmm, frischgebackenes Brot, Butter und fruchtige Marmelade - mehr braucht man gar nicht!  



Wisst Ihr, wie schnell dieses Brot aufgegessen war? Unsere Kids waren spontan vorbeigekommen und so war es in Nullkommanix verputzt.
Ich bin schon am Überlegen, welches Brot ich als nächstes ausprobieren werde... ? Vielleicht etwas ganz Vollkorniges mit Sauerteig?

Sodele, meine Lieben, nun werde ich mich meinem Strickzeug widmen. Heute kam mein Wollepaket und ich bin so was von begeistert: suuuperdicke peruanische Hochlandwolle und Nadeln in Stärke 15. Das Ergebnis zeige ich Euch selbstverständlich  ;)  .

Ich wünsche Euch 'nen gaaanz gemütlichen Abend.
 
Einen festen Drücker an Euch alle  ♥♥♥!!!

Herzliche Grüße von
Regina 










Kommentare

  1. Liebe Regina,
    nichts geht über ein selbst gebackenes Brot mit Butter und selbstgemachte Marmelade, mmmhhh! Ich selbst backe nicht, aber meine Schwägerin versorgt uns immer wieder mit frischgebackenen Brot. Ich werde ihr dein Rezept mit Freude weiterreichen!
    Fotos und Text sind wie immer ganz bezaubernd und hinterlassen ein wohlig warmes Gefühl!
    Dir alles Liebe
    Karen

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  2. Liebe Regina,
    deine Fotos machen richtig Appetit....
    Sieht dein Walnussbrot lecker aus......
    ganz liebe Grüße Jen

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  3. Liebe Regina,
    wow bin einfach begeistert es sieht so lecker aus frisches Brot mit so leckerer Marmelade
    die Äpfel sind der Hammer so Rot .......
    Danke für die Rezepte wünsche dir einen schönen Abend
    Liebe Grüsse
    Karina

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  4. Welch frugale Genüsse! Toll, diese Äpfel!-
    Ich besitze auch noch den Geflochtenen Korb aus Stroh, in dem meine Mutter den Sauerteig zum Backen beim Bäcker gebracht hat...
    LG
    Astrid

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  5. Liebe Regina,
    irgendwie meint Ihr es Alle so richtig gut mit mir...schmunzel...
    denn ohne es zu wissen, bringt Ihr mich mit Euren Super-Rezepten wieder auf den "Genießer-Pfad"! Zur Erklärung: mein Magen spielt total verrückt, und ich lebe seit Tagen von Zwieback (hat auch sein Gutes!!! ist figurgünstig!!!) - durfte bislang überhaupt nicht an Essen denken...aber diese Rezepte - so toll und Du glaubst es kaum:
    appetitanregend...prima oder?
    Alles Liebe für Dich
    Heidi

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  6. ...und noch einmal ich...
    Darf ich es wagen, Dich wieder um diese wunderbaren Rezepte zu bitten?
    Leider ist ein Kopieren nicht möglich...
    Aber lass Dir Zeit, nur nicht stressen...
    Alles Liebe
    Heidi

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    1. Liebe Heidi,
      selbstverständlich gerne! Ich schicke es Dir per email zu. Und nun wünsche ich Dir ganz doll gute Besserung - Zwieback ist wirklich nicht sooo der Hit, gell?!
      Drück Dich lieb und sende Dir herzliche Grüße.
      Regina

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  7. Guten Morgen, liebe Regina,
    was für ein herrlicher Post, nicht nur lecker, sondern auhc voller lieber alter Erinnerungen , wie mit der Backschüssel Deiner Oma :O)
    Der rote Apfel sit herrlich anzuschauen, und mit Feigen zusammen sicher eine köstliche MArmelade! Der Brotbackstein für den Backofen, der steht auch schon lange auf meiner Wunschliste ....
    Danke für die tollen Rezepte zu dem so schönen Post, das Brot sieht so köstlich aus, und mit der leckeren Marmelade ein Genuß!
    Ich wünsche Dir einen zauberhaften und guten Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  8. Liebe Regina,
    mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen. Ich sollte viel öfter Brot backen ! Du hast eine richtig heimelige Stimmung verbreitet mit Deinen Fotos. Und die Backschüssel Deiner Oma ist einfach nur schön. Auch ich habe einige alte Stücke zu Hause und verwende diese auch immer wieder gerne.
    Viel Spaß beim Stricken, alles Liebe
    Karen

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  9. Liebe Regina,
    ich freue mich sehr mit dir, dass dein Vater dir so ein schönes verbindendes Geschenk gemacht hat! Väter sind einfach klasse, sie können einem manchmal direkt ins Herz sehen, wie auch Mütter.
    Das Brot sieht echt lecker aus und alle feinen Zutaten die man dazu essen kann und du uns zeigst, hmmmm da bekommt doch jeder Lust und dann noch der Duft,
    ich kann mir vorstellen, dass es mit der Familie ganz schnell aufgegessen war :) ! Auch ich bin in meiner Küche zu Gange und habe liebe Erinnerungsstücke im Gebrauch, dass macht richtig viel Freude beim Tun. So geht es dir mit der Schüssel von deiner Oma, sie verbinden uns so tief mit den Menschen die wir lieben....
    solche innerlich roten Äpfel habe ich noch nie gegessen, sehen die klasse aus,
    wie all deine tollen Fotos!
    Wieder ein toller, einladender Post, nachmachen erlaubt, Dank dir möglich!!!
    Vielen Dank für ALLES
    herzlichst Monika*

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