Fünf Tage Berlin



Hallo meine Lieben,

Was für eine Stadt! Jung, inspirierend und ein bisschen crazy. Wir verbrachten fünf spannende Tage in Berlin. Das ist das absolute Minimum.


Mein Mann überraschte mich vor einigen Wochen mit Konzertkarten. Karten für Coldplay "A Head Full of Dreams" im Olympiastadion in Berlin. Einfach so. Wiiiiiie schön!!! Danke, danke, daaaaaankeschön ♥♥♥! Genial - ich liebe diese Band
Und um das Konzert drumherum hatte mein Mann schon einen Kurzurlaub für uns gebucht. Jaaaa, so ist mein Mann :) .  

Wir waren schon einige Male in Berlin, doch immer zu Besuch bei Freunden. Dieses Mal erlebten wir Berlin ganz für uns alleine.

Ein Muss in Berlin ist das Regierungsviertel mit seinen neuen modernen Repräsentationsbauten und Sir Fosters transparenter Kuppel auf dem Reichstag.

Fünf Tage in Berlin. Diese Zeit zu füllen, ist eine leichte Übung. Berlin mit seiner außergewöhnlichen Vergangenheit. Geschichte, Kultur und Architektur an jeder Ecke. Man sagt, Berlin habe mehr Museen, als Regentage. Die Stadt ist in einer ständigen Entwicklung, neue Hochhäuser, tiefe Tunnel entstehen am laufenden Band. Die Stadt kennt keine Ruhe. Clubs laufen das ganze Wochenende hindurch, Start-up-Unternehmen schießen wie Pilze aus dem Boden. Eine pulsierende Metropole.

Berlin für Architekturliebhaber.

Der Fernsehturm und die Neue Mitte rund um den Potsdamer Platz.

Eine Metropole der Gegensätze: Tradition und Moderne.

Wir waren zuerst mit dem 100-er Bus unterwegs (viiiielen Dank für diesen Tipp, liebe Katja♥!), dann hauptsächlich zu Fuß. Kilometer um Kilometer erkundeten wir die Stadt. So lernt man sie am besten kennen. Vom  Brandenburger Tor über den Boulevard "Unter den Linden", an der Humboldt-Universität vorbei bis zum Berliner Dom, dann weiter ins alte Nikolaiviertel.


Der intensive Duft der unzähligen Lindenbäume hat mich mehr als fasziniert. Leider waren überall Baustellen, so habe ich einfach nach oben fotografiert. Irgendwann einmal möchte ich mit meinem Mann abends "Unter den Linden" schlendern - gaaaanz ohne Baulärm, Gruben und Absperrungen. Das stelle ich mir soooo romantisch vor!
 
Von der Ebertbrücke aus hat man einen wundervollen Blick auf die Museumsinsel. Das Bodemuseum im Vordergrund und dahinter das Pergamonmuseum. Das Alte und das Neue Museum, sowie die Alte Nationalgalerie müsst Ihr Euch dazu denken. Hinten sieht man den Fernsehturm. Würde man hier fünf Minuten nach links gehen, könnte man auf der Oranienburger Straße die Nacht zum Tag machen, fünf Minuten nach rechts, stünde man im klassischen Berlin "Unter den Linden". Auch hier standen etliche Baukräne, die Gebäude waren mal wieder eingerüstet - so dass man von einigen Museen absolut keine Fotos machen konnte.

Kunst und Kulturgenuss standen ganz oben auf unserem Programm.

Auch die Deutsche Geschichte kam nicht zu kurz.

Die leeren Regale und eine Tafel im Boden, die an die Bücherverbrennung von 1933 auf dem ehemaligen Berliner Opernplatz (heute der Bebelplatz) erinnern sollen.


Kunst am Jakob-Kaiser-Haus: Eine meterhohe Glaswand begrenzt das Gebäude am Reichstagufer. Die Idee für die Glaswand, die aus 19 Teilen besteht, hatte der aus Israel stammende Künstler Dani Karavan. Auf jeder Glasplatte ist ein Artikel aus dem Grundgesetz in der Fassung von 1949 – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/16705946 ©2016
Kunst am Jakob-Kaiser-Haus: Eine meterhohe Glaswand begrenzt das Gebäude am Reichstagufer. Die Idee für die Glaswand, die aus 19 Teilen besteht, hatte der aus Israel stammende Künstler Dani Karavan. Auf jeder Glasplatte ist ein Artikel aus dem Grundgesetz in der Fassung von 1949 zu – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/16705946 ©2016
Kunst am Jakob-Kaiser-Haus: Eine meterhohe Glaswand begrenzt das Gebäude am Reichstagufer. Die Idee für die Glaswand, die aus 19 Teilen besteht, hatte der aus Israel stammende Künstler Dani Karavan. Auf jeder Glasplatte ist ein Artikel aus dem Grundgesetz in der Fassung von 1949 zu – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/16705946 ©2016
Kunst am Jakob-Kaiser-Haus: Eine meterhohe Glaswand begrenzt das Gebäude am Reichstagsufer. Der aus Israel stammende Künstler Dani Karavan hatte die Idee, auf 19 Glasplatten je einen Artikel des Grundgesetzes in der Fassung von 1949 abzubilden.
 
Der Bahnhof Friedrichstraße erinnert mich an die Zeit der "illegalen" Ausreisen aus der DDR. Auch meine Mutter kam auf diesem Weg noch in den Westen. Sie war erst 17, als sie ganz alleine dieses Wagnis auf sich nahm. Die abrupte Spaltung Berlins am 13. August 1961 durch den Mauerbau trennte die Verbindungen des Bahnhofs Friedrichstraße in Ost-West-Richtung, längs und quer, horizontal und vertikal. Damit erlangte dieser Bahnhof seine traurige Berühmtheit. Ich möchte nicht wissen, was sich hier für Tragödien abgespielt haben müssen.

Die Mauer - geteiltes Berlin.

Auch ein Stück Deutsche Geschichte.

Die Ruinen der Gedächtniskirche, als Mahnmahl stehen gelassen, zählen auch zu den Wahrzeichen Berlins.

Berlin - bunt, lebendig, sympathisch, frech, einfallsreich.

Diese Stadt ruht nie, Event jagt Event, fortlaufend Anregungen und Inspirationen. Berlin ist hip - aber leben wollte ich hier nicht.

Im Bikini-Berlin: Fashion, Design, Lifestyle und Gastronomie. Das "BagYard" bietet suuuuperleckere vegetarische Gerichte an! Uuuunbedingt mal probieren!


Über den Dächern Berlins: Die "Monkey Bar" im 10. Stock des "25hours Hotels Bikini Berlin" bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt und den Zoo. Der perfekte Ort für einen Drink zum Sonnenuntergang.


Kennt Ihr die Hackeschen Höfe in der Spandauer Vorstadt? Für mich einer der schönsten Orte Berlins.

Die Hackeschen Höfe waren einst der größte Wohn- und Gewerbehof Europas. Die prachtvollen Jugenstilfassaden, die nach 1945 die Regierung der DDR als Überreste bürgerlicher Dekadenz abschlagen ließ, sind nach der Wende mit immensem Aufwand restauriert worden. Das hat sich gelohnt!


Mehrere Innen- und Hinterhöfe schließen aneinander an und verzweigen sich zu einem Berliner Architekturerlebnis. 

Trotz der Touristen, die man auch hier findet, sind die Hackeschen Höfe für mich ein Ort der Ruhe im trubeligen Berlin.

Die Höfe sind voll mit Leben: Wohnungen, Restaurants, Kneipen, Varietés und Modeateliers. Alle Geschäfte sind inhabergeführt und verkaufen Produkte, die, soweit möglich, in den Höfen gestaltet, hergestellt oder weiterverarbeitet werden. Zwei Geschäfte möchte ich Euch uuunbedingt vorstellen:


Von "home on earth", in Hof V, war ich mehr als begeistert. Die Heimat des Shops ist in Barcelona. Dort gibt es zwei Ladengeschäfte. Der Shop in den Hackeschen Höfen ist der erste in Deutschland. Wir haben uns einige Zeit mit der charmanten Besitzerin unterhalten - total nett!!! Auch die Philosophie hat es mir angetan: Die Verbindung von Nachhaltigkeit und Design - Qualität und Eleganz. Die Produkte sind ausschließlich aus Naturmaterialien wie Bambus, Filz, Kokosnuss, Mango, Zimtholz und traumhaft schön!!! Hier könnt Ihr ein wenig stöbern.


Auch "Eat Berlin", in Hof VII, war für mich ein Highlight. Wir wurden supersüß bedient und durften etliche Produkte kosten. Ein toller Laden mit lauter Berliner Erzeugnissen, Spezialitäten und Raritäten - perfekte Mitbringsel für zuhause. Hier kommt Ihr direkt zum Shop.


Die Skulptur "Berlin" auf der Tauentzienstraße - von Berlinern "Spaghetti" genannt, die Ausstellung "Beautiful Mind" im Kunstgewerbemuseum, Siegessäule... . Dann Shoppen auf dem Ku'damm... .

Dem KaDeWe gebührt ein Pflichtbesuch. Insbesondere die Feinschmeckeretage darf man sich nicht entgehen lassen.

Shoppen, shoppen... . Berlin ist DIE Stadt der Mode.
Die Lebensmittelabteilung in den "Galeries Lafayette" - ein Ort für Genießer.

Auch unser Hotel möchte ich Euch nicht vorenthalten. Das H10 Berlin Ku'damm. Die Lage war perfekt für all unsere Unternehmungen. Die H10-Hotels sind eine Kette und weltweit vertreten. Was jedes Hotel auszeichnet, ist das ganz individuelle Design, auch in Berlin absolut ansprechend.

Trotz der Größe des Hotels wurden wir sehr zuvorkommend, aufmerksam und herzlich umsorgt und bedient. Das Wetter war sooo schön, so konnten wir jeden Morgen auf der stilvollen Terrasse frühstücken. Ein Ort zum Ausspannen und Genießen.

Der Gendarmenmarkt ist einer der schönsten Plätze Berlins - ein Höhepunkt klassizistischer Baukunst. Der Französische und der Deutsche Dom. Nur da sitzen und den Platz auf sich wirken lassen... . Wunderbar!

Das Konzerthaus, wie viele Gebäude Berlins, von Schinkel entworfen, prägt den ganzen Platz mit seiner großen Freitreppe.



Seifenblasen-Träume.

Bei Fassbender & Rausch eine heiße Schokolade trinken und Pralinen kosten. Ohhhhhh, das darf nicht fehlen.

Mein absolutes Lieblingsrestaurant liegt dann gleich um die Ecke, in der Charlottenstraße. Das Lutter & Wegner. Ein Traditionshaus mit grandioser Küche auf höchstem Niveau und gigantischer Weinauswahl.

An unserem letztem Tag in Berlin erwartete mich noch etwas ganz Besonderes: Mein Mann besuchte mit mir die Königliche Gartenakademie in Dahlem. Für mich Gartenbesessene ein lange gehegter Wunsch. Die renommierte Gartenarchitektin Gabriella Pape, von der ich etliche Bücher besitze, hat diese "Englische Gartenschule" auf dem Gelände der ehemaligen Königlichen Gärtnerlehranstalt gegründet. Hier können Hobbygärtner an Kursen teilnehmen, man bekommt fachmännische Beratung und selbstverständlich werden auch ganze Gartenplanungen angeboten.



Die Schaugärten machen Lust auf unbeschwertes Gärtnern. Und dann natürlich das Café der Gartenakademie... . Hmmmm.





Viel zu schnell ging unsere Zeit in Berlin zu Ende. Wir hätten noch viele Tage mit Unternehmungen füllen können.

Doch irgendwann ist es dann auch mal genug. Die ganzen  Erlebnisse müssen schließlich auch verarbeitet werden.

Das allerschönste nach dem Urlaub sind immer die Mitbringsel, die einen noch einige Zeit mit Erinnerungen begleiten. Die Pralinen von Fassbender & Rausch sind kleine Kostbarkeiten, die wir abends gerne zu einem Espresso genießen. Leider werden wir sie bald aufgegessen sein... . Schaaaade!

Vielleicht habt Ihr noch einige Tipps für unseren nächsten Berlinbesuch? Darüber würde ich mich seeeehr freuen!

Herzliche Grüße von
Regina   













Kommentare

  1. Vielen Dank für's Mitnehmen nach Berlin. Ich war schon zweimal da und es war wirklich großartig. Von der Größe her allerdings nicht vergleichbar mit unseren Städten in Österreich. :)

    Lg kathrin

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  2. Meine Güte, was ihr da alles geschafft habt! Das Schlimme an Berlin ist diese Weitläufigkeit...Aber ihr habt das offensichtlich gut gemeistert und dabei noch viele schöne Fotos "geschossen".
    LG
    Astrid

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  3. Was für eine herrliche Stadtführung, liebe Regina! Vielen Dank!! Ich bin überwältigt von Deinen wunderschönen Aufnahmen!! Das Foto von dem jungen Barkeeper hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Was für eine Frohnatur ;)) Wunderbar authentisch!! Wie alle Deine Momentaufnahmen! Herzlichst, Nicole

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  4. Liebe Regina,
    so jetzt habe ich endlich etwas Ruhe um deinen schönen Post richtig zu lesen.
    Oh ihr habt ja ein Mamutprogramm absolviert:) Aber super dass ich in den paar Tagen so viel unternommen und gesehen habt. Die Fotos sind echt ein Genuss.
    Ich war vor fast 30 Jahren das letzte mal in Berlin und ich würde es ganz bestimmt nicht wiedererkennen. Berlin steht in meiner Wunschliste ziemlich oben. Wenn wir mal hinfahren komme ich ganz bestimmt nochmal auf dich zu um mir noch ein paar Tips zu holnen.
    Danke für die tollen Impressionen.
    Liebe Grüße
    Silke

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